Friedrich & Bierfelder - Rechtsanwälte und Fachanwälte in Forchheim

Verkehrsrecht

VerkehrsrechtWir beraten Sie über Ihre Rechte und Ansprüche, übernehmen die Geltendmachung Ihrer Schadensersatzansprüche (z.B. Schmerzensgeld, Haushaltsführungsschaden, Reparaturkosten ggf. Ersatzbeschaffung, Abschleppkosten, Mietwagenkosten oder Nutzungsausfall, Nachteile bei der eigenen Versicherung usw.) nach einem Verkehrsunfall gegenüber dem Unfallgegner bzw. dessen Kfz-Haftpflichtversicherung und vertreten Sie insoweit auch im Falle eines Rechtstreites vor Gericht. Wir sind beim Beantworten und Ausfüllen der Anfragen Ihrer Versicherungen bzw. von Behörden behilflich und kümmern uns bei Bestehen um den Erhalt der Deckungszusage Ihrer Rechtsschutzversicherung. 

Wie funktioniert generell die Schadensabwicklung nach einem Unfall?

Selbstverständlich haben Sie sich vor Ort um Betroffene und die Absicherung des Verkehrs gekümmert. Was aber dann? Hier einige Empfehlungen:

1.
Unterschreiben Sie vor Ort keinerlei Erklärungen. Sie sind in der Regel kurz nach dem Unfall nicht in der Lage, die konkrete Unfallsituation objektiv zu beurteilen. Zahlen Sie von der Polizei angebotene Verwarnungsgelder nicht vor Ort, Sie können das auch noch später ohne Nachteile tun. Notieren Sie sich unbedingt Namen und Adressen der Unfallbeteiligten, die Kfz-Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge, Namen und Adressen von Zeugen und der Kfz-Halter sowie die gegnerische Kfz-Haftpflichtversicherung nebst Versicherungsscheinnummer. Darüber hinaus sollten Sie den Unfallort, die Unfallzeit und ggf. die sachbearbeitende Dienststelle nebst Sachbearbeiter der Polizei schriftlich festhalten. Haben Sie ein Fotohandy oder gar einen Foto zur Hand, fertigen Sie Lichtbilder der Unfallörtlichkeit, von den Fahrzeugen in Ihrer Unfallendstellung, den Beschädigungen und möglichen Unfallspuren (z.B. Bremsspuren, Splitterfelder), damit im Streitfalle eine Rekonstruktion anhand der Bilder möglich ist.

2.
Sollten Sie selbst verletzt sein, lassen Sie bitte umgehend Art und Umfang der Verletzung durch einen Arzt genau feststellen. Insbesondere bei Verdacht einer HWS-Verletzung empfehlen wir neben der Nennung der reinen Diagnose unbedingt die konkreten Beeinträchtigungen, z.B. der Bewegungsfähigkeit, präzise und umfassend dokumentieren zu lassen.  

3.
Wir raten davon ab, die Schadensabwicklung einer Kfz-Werkstatt, dem Kfz-Händler, dem Abschleppunternehmen oder einer Mietwagenfirma zu überlassen. Unabhängig davon, dass vorgenannte Unternehmen immer auch eigene Interessen verfolgen, also nicht ausschließlich und unvoreingenommen in Ihrem Sinne arbeiten können, halten wir entsprechende umfassende Schadensabwicklungsangebote mit Blick auf das Rechtsberatungsgesetz für rechtswidrig. Nicht selten werden dabei Teile Ihrer Ansprüche übersehen oder einem “schnellen Geldfluss” geopfert. Der kompetente Partner im Falle einer Unfallregulierung sollte immer Ihr Rechtsanwalt sein. Nur er kann den Sachverhalt umfassend (z.B. auch mit Blick auf ein Schmerzensgeld) beurteilen und die erforderlichen Schritte einleiten.
 
4.
Vermehrt werden Sie nach Unfällen direkt mit dem gegnerischen Versicherer verbunden bzw. von diesem schnell kontaktiert. Wohlwollende Formulierungen wie “Schadensmanagement” suggerieren dem Geschädigten neutrale und unabhängige Schadensregulierung. Wir überlassen es natürlich Ihnen, ob Sie Ihre Ansprüche ungeprüft durch denjenigen bestimmen lassen wollen, der Ihnen auch die Zahlung schuldet. Wir jedenfalls würden - überspitzt formuliert - den Bock nicht zum Gärtner machen.

5.
Schalten Sie sofort einen Rechtsanwalt ein und lassen Sie sich Ihre Rechtslage nach einer ausführlichen Besprechung in Ruhe erläutern. Dies gilt erst recht, wenn Sie selbst Zweifel an der Rechtmäßigkeit eines Verwarnungsgeldes haben bzw. die Einleitung eines Bußgeld-, vielleicht sogar eines Strafverfahrens droht oder auch die Schuldfrage nicht eindeutig zu klären ist. Sollten Sie eine Verkehrsrechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, übergeben Sie Ihrem Anwalt bitte eine Kopie des Versicherungsscheines.

Sie haben das Recht, einen Anwalt Ihres Vertrauens hinzuzuziehen und müssen sich nicht auf Telefonhotlines oder „Empfehlungen“ Ihrer Versicherung verweisen lassen. Wir kümmern uns insoweit um die entsprechende Deckungszusage Ihrer Rechtsschutzversicherung.

Soweit Ihre Forderung berechtigt ist, hat die gegnerische Haftpflichtversicherung die entstandenen Anwaltskosten zu übernehmen, etwaige Zahlungen erhalten Sie bzw. Ihre Rechtsschutzversicherung dann wieder zurückerstattet.

Zur Vorbereitung eines Termins teilen Sie uns dabei Ihren Namen, Adresse und Telefonnummer sowie eine eventuell bestehende Rechtschutzversicherung nebst Versicherungsscheinnummer mit. Überlassen Sie uns nach Auftragserteilung alle relevanten Schadensunterlagen, wie z.B. Sachverständigengutachten mit Lichtbildern, Abschlepprechnung, Reparaturrechnung und dergleichen im Original. Am Besten informieren Sie Ihren Sachverständigen und Ihre Werkstatt dahingehend, dass diese uns die Unterlagen direkt per Post übersenden. Wir unterrichten Sie durch Übermittlung des relevanten Schriftverkehrs in Abschrift oder Kopie über den jeweiligen Sachstand.